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P.E.N. Zentrum deutschsprachiger Autoren im Ausland


1. März 2010 – Zürich

von Gabrielle Alioth

Am 1. März konnten wir – dank der Vermittlung von Martin Dreyfus, der sich inzwischen eine Ehrenmitgliedschaft verdient haben sollte (!) – unsere Anthologie im kleinen aber renommierten Theater Stok (vgl. auch: http://www.theater-stok.ch/) am nur renommierten Hirschengraben in Zürich vorstellen, in der Reihe ‚Literatur am Montag’, kurz LIMO. Marita und Hans Keilson hatten bereits im Herbst ihre Teilnahme zugesagt. Nach Zürich, hieß es aus Amsterdam, komme man immer gern und zudem regelmäßig für Opernbesuche. Doch leider verhinderte ein Sturz von Hans Keilson (Schenkelhalsbruch) die Reise. Glück im Unglück: Fred Kurer, der erst seit einigen Monaten zu unseren Mitgliedern zählt, konnte kurzfristig einspringen, und so versammelte sich an dem Abend mit ihm, Irène Bourquin und Martin R. Dean praktisch der gesamte Schweizer Flügel unseres Zentrums in Zürich.

Dass die Ränge des Kellertheaters dünn besetzt blieben, mag zum einen an der Absage von Hans Keilson gelegen haben, vor allem aber wohl am Veranstaltungsangebot in Zürich, zu dem just an diesem Abend verschiedene literarische Anlässe gehörten. So blieben wir in familiärem Rahmen, um – nach Begrüßung, Vorstellung der Anthologie und unseres Zentrums – drei sehr unterschiedliche Lesungen zu hören: Die melancholisch-ironischen Gedichte von Fred Kurer, eine Auswahl aus den präzisen und subtilen Texten von Irène Bourquin aus der Anthologie und Martin R. Deans Betrachtungen zu Paris im Speziellen und Heimat im Allgemeinen. Damit gab die Schweizer Abordnung ein durchaus repräsentatives Bild der literarischen Vielfalt unsers Zentrums, derweil die anschließende Diskussion sich um das Fernweh der Schweizer drehte und ihr Umgang mit Deutsch und anderen Fremdsprachen, der – so war man sich einig – angesichts der schriftlosen Muttersprache nicht nur ein bedächtigerer sondern auch ein bewussterer sei.

Zum Abschluss luden die Gastgeber, d.h. die Besitzer des Theaters Erica Hänssler und Peter Doppelfeld (ihnen gilt ein besonderer Dank) zu einem Umtrunk an der Theaterbar, wo die Unterhaltungen abseits des Rampenlichts weitergeführt wurde.

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