Was gibt es Neues?
PEN Zentrum deutschsprachiger Autoren im Ausland
14. Oktober 2011: Doğan Akhanlı freigesprochen
Wir freuen uns, melden zu können, daß unser Mitglied Doğan Akhanlı am 12. Oktober vor einem Istanbuler Gericht von allen gegen ihn erhobenen Vorwürfen freigesprochen worden ist.
Bei aller Freude über dieses Urteil sind wir uns dennoch im Klaren darüber, daß angesichts der Vielzahl weiterer, ähnlich gelagerter Fälle in der Türkei es auch weiterhin notwendig sein wird, das Vorgehen der türkischen Regierung, Polizei, Staatsanwaltschaft und Justiz zu beobachten und wo immer nötig anzuprangern.
Nicht zuletzt deshalb widmen wir unsere Veranstaltung zum Tag des inhaftierten Schriftstellers am 15. November 2011 in Köln der Situation in der Türkei.
28. September 2011 / 29. Elul 5771: Shana Tova!
Übrigens: Jim Henson hätte am 24. September seinen 75. Geburtstag gefeiert.
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15. September 2011: Neue Texte von Heinrich G. F. Schneeweiss
Heinrich G. F. Schneeweiss hat uns zwei neue Texte zur Verfügung gestellt:
Bali, ein fantastisches Grundstück
Denke ich an das kleine Bali, dann erhebt sich vor meinem geistigen Auge
auch deren größere, benachbarte Schwester, die Insel Java.
Der
Legende nach war Bali in grauer Vorzeit ein göttlicher Zwerg, ein Neffe
des Gottes Wishnu. Dieses allerhöchste Wesen schenkt ihm Edelmut, erhebt
ihn über die Erde und die Unterwelt. Die niederen Götter werden
eifersüchtig, fühlen sich zurückgesetzt, bedrohen den Zwerg. Wishnu hilft dem Geplagten, inkarniert zum sechsten Mal, nun in ihn und
im geheimen, besucht mit seiner Frau Devi die feierliche Opferzeremonie
von Bali, bringt ein goldenes Gefäß mit geheiligtem Wasser mit, reicht
es Balie, wenn dieser sich ihm ergeben nähert. Wishnu erhört sein Opfer,
fordert ihn auf, einen Wunsch auszusprechen. Der kleine Bali nimmt das
Angebot mit Freude an. Er will nur etwas größer sein und ein wenig mehr
Land besitzen, nur so viel, wie er mit drei Schritten durchschreiten
kann. Das gefällt Wishnu.
und
Neues Europa
"Was Schwert und Feder uns ruiniert, das richtet man sich mit der Fiedel“ (Karl Kraus, im Gedicht 'Österreichische Beliebtheit in 'Epigramme') erinnert sich Severin und er ringt mit sich, denn auch er wurde mit der Idee der Ausbreitung der Macht erzogen. Bewaffnete Auseinandersetzungen brachten unsagbares Leid in sein Leben. Noch ist das erst aus dem Widerstand gegen den totalitären Faschismus und Kommunismus aus tiefster Not geborene neue Europa nicht viel mehr als eine wirtschaftliche und geografische Einheit, ein noch unerfüllter Wunschtraum, dem bislang eine Kultur der Solidarität, eine Globalisierung in Solidarität und eine Globalisierung der Solidarität fehlt.
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13. September 2011: Tag des inhaftierten Schriftstellers in Köln
Am 15. November 2011 findet um 18:00 Uhr unsere Veranstaltung zum „Tag des inhaftierten Schriftstellers“ erstmals in Köln statt, genauer: im kleinen Sendesaal des WDR am Wallraffplatz.
Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.
Wir freuen uns, an diesem Abend drei Gäste aus der Türkei begrüßen zu dürfen:
Semra Pelek, Journalistin und Autorin
Ragib Zarakoglu, Verleger und
Güler Gültekin, Sängerin
Geplant sind Wortbeiträge von der
Kölner Bürgermeisterin Angela Spizig, dem ehemaligen
Menschenrechtsbeauftragten der Bundesregierung, Gerhard Baum, dem
Generalsekretär der deutschen Sektion von Amnesty International,
Wolfgang Grenz und ein Vortrag über den International PEN, unser PEN
Zentrum und das Writers in Prison-Komitee von Dr. Karin Clark. Im Foyer des WDR werden die sechs Filme der Dokumentarfilmreihe "Menschenlandschaften. Sechs Autorenportraits der Türkei" von Osman Okkan auf verschiedenen Monitoren gezeigt werden.
Außerdem:
Fritz Pleitgen spricht über Heinrich Böll
Zum zwanzigjährigen Bestehen des Heinrich-Böll-Hauses, das eine ganz besondere Bedeutung für die Arbeit von Writers-in-Exile und Writers-in-Prison hat, fand am Samstag, den 10. September 2011 eine Veranstaltung auf dem Anwesen der Familie Böll in Langenbroich statt.
Die Hauptrede hielt der ehemalige Intendant des Westdeutschen Rundfunks und heutige Vorsitzende des Lew-Kopelew-Forums, Fritz Pleitgen. Wir dokumentieren seine gerade für unseren PEN bedeutsame Rede als Gastbeitrag mit seinem Einverständnis.
Fred Viebahn über seine Erlebnisse am 11. September 2001:
Auf CNN gibt's keine Spielfilme!
Am 10. September 2001 gingen meine Frau und ich in Southampton, England zusammen mit etwa zweitausend anderen Passagieren an Bord des gerade bei der Lloyd Werft in Bremerhaven vom Stapel gelaufenen Achtzigtausendtonnen-Kreuzfahrtschiffs “Norwegian Sun”. Die Jungfernfahrt sollte über Le Havre, Cobh (Irland), Glasgow, Reykjavik, St. John’s (Neufundland) und Halifax (Nova Scotia) führen, um am 26. September in New York einzutreffen. An der Nachbarpier lag die Queen Elizabeth 2 der Cunard-Reederei, zu der Zeit das einzige regelmäßig den Atlantik überquerende Passagierschiff, auf dem auch wir bereits mehrmals von Amerika nach Europa und umgekehrt geschippert waren. Von London hatten wir in unserem Leihwagen zwei Freunde aus Virginia mitgenommen, die die sechstägige Nonstop-Crossing nach New York auf der QE2 gebucht hatten, die am selben Tag kurz vor der “Sun” ablegen sollte.
Herbert Wiesner - Generalsekretär des Deutschen PEN
6. September 2011: Stellungnahme von Herbert Wiesner
Lieber Herr Finkelgruen,
angesichts der akribischen, immer
wieder auch auf Kränkung angelegten Fehlersuche Ihrer anonymisierten Mitglieder
möchte ich denn doch um die Mitteilung folgender Tatsachen bitten.
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