PEN Zentrum deutschsprachiger Autoren im Ausland
13. September 2011: Tag des inhaftierten Schriftstellers in Köln
Am 15. November 2011 findet um 18:00 Uhr unsere Veranstaltung zum „Tag des inhaftierten Schriftstellers“ erstmals in Köln statt, genauer: im kleinen Sendesaal des WDR am Wallraffplatz.
Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.
Wir freuen uns, an diesem Abend drei Gäste aus der Türkei begrüßen zu dürfen:
Semra Pelek, Journalistin und Autorin
Ragib Zarakoglu, Verleger und
Güler Gültekin, Sängerin
Geplant sind Wortbeiträge von der
Kölner Bürgermeisterin Angela Spizig, dem ehemaligen
Menschenrechtsbeauftragten der Bundesregierung, Gerhard Baum, dem
Generalsekretär der deutschen Sektion von Amnesty International,
Wolfgang Grenz und ein Vortrag über den International PEN, unser PEN
Zentrum und das Writers in Prison-Komitee von Dr. Karin Clark. Im Foyer des WDR werden die sechs Filme der Dokumentarfilmreihe "Menschenlandschaften. Sechs Autorenportraits der Türkei" von Osman Okkan auf verschiedenen Monitoren gezeigt werden.
Außerdem:
Fritz Pleitgen spricht über Heinrich Böll
Zum zwanzigjährigen Bestehen des Heinrich-Böll-Hauses, das eine ganz besondere Bedeutung für die Arbeit von Writers-in-Exile und Writers-in-Prison hat, fand am Samstag, den 10. September 2011 eine Veranstaltung auf dem Anwesen der Familie Böll in Langenbroich statt.
Die Hauptrede hielt der ehemalige Intendant des Westdeutschen Rundfunks und heutige Vorsitzende des Lew-Kopelew-Forums, Fritz Pleitgen. Wir dokumentieren seine gerade für unseren PEN bedeutsame Rede als Gastbeitrag mit seinem Einverständnis.
Fred Viebahn über seine Erlebnisse am 11. September 2001:
Auf CNN gibt's keine Spielfilme!
Am 10. September 2001 gingen meine Frau und ich in Southampton, England zusammen mit etwa zweitausend anderen Passagieren an Bord des gerade bei der Lloyd Werft in Bremerhaven vom Stapel gelaufenen Achtzigtausendtonnen-Kreuzfahrtschiffs “Norwegian Sun”. Die Jungfernfahrt sollte über Le Havre, Cobh (Irland), Glasgow, Reykjavik, St. John’s (Neufundland) und Halifax (Nova Scotia) führen, um am 26. September in New York einzutreffen. An der Nachbarpier lag die Queen Elizabeth 2 der Cunard-Reederei, zu der Zeit das einzige regelmäßig den Atlantik überquerende Passagierschiff, auf dem auch wir bereits mehrmals von Amerika nach Europa und umgekehrt geschippert waren. Von London hatten wir in unserem Leihwagen zwei Freunde aus Virginia mitgenommen, die die sechstägige Nonstop-Crossing nach New York auf der QE2 gebucht hatten, die am selben Tag kurz vor der “Sun” ablegen sollte.