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Berivan Aymaz

2. Februar 2012: Paul Auster und Murathan Mungan zu den politischen Mißständen in der Türkei

in einem Interview mit der türkischen Tageszeitung Hürriyet (vom 29. Januar 2012) teilt der US-amerikanische Schriftsteller Paul Auster mit, dass er eine Reise in die Türkei ablehnt. Auster bringt seine Besorgnis über die Umstände in der Türkei zum Ausdruck und sagt, dass er in ein Land, in dem über 100 Journalisten und Schriftsteller verhaftet sind, nicht reisen werde. Er protestiere gegen diese Umstände. Erst küzlich ist das jüngste Werk von Paul Auster erstmalig in der Türkei herausgegeben worden ( "Kis Günlügü", Can Verlag).

Der Schriftsteller Murathan Mungan (»Kompromisslos bearbeitet Murathan Mungan seine literarischen Lebensthemen: Liebe und Freiheit. Seine Sprachgewalt, aber auch sein persönlicher Mut zum Bruch mit gesellschaftlichen Konventionen verleihen ihm Unabhängigkeit – und garantieren seinen Erfolg. Wer in der Türkei einen Buchladen betritt, kommt an Murathan Mungan kaum vorbei. Er erreicht Auflagen von 100'000Sibylle Thelen   Stuttgarter Zeitung) zeigte sich mit der BDP (Partei für Frieden und Demokratie)  solidarisch und referierte in der politischen Akademie der Partei zu dem Thema:" Der Geschichte einen Denkzetttel verpassen - Wege und Mittel"
In seiner Begrüßungsrede machte Murathan Mungan auf die Repressionen gegen die BDP aufmerksam und betonte, dass er es als seine Aufgabe sehe, sich gegen die Verfolgung der kurdischen Bewegung einzusetzen. "Dass ich heute hier stehe, hat eine politische Botschaft", so Mungan.

Zuvor hatten der Verleger Ragip Zarakolu und die Professorin Busra Ersanli an der Akademie referiert und wurden daraufhin wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Organisation festgenommen. Beide befinden sich seit dem 28. Oktober 2011 in Haft.