<h1>Exil–P.E.N.</h1><h2>P.E.N. Zentrum deutschsprachiger Autoren im Ausland</h1>

Hoppla, wir leben!

Vor 75 Jahren wurde unser Zentrum von einer Gruppe von Schriftstellern gegründet, die damals gezwungen waren, ihre Heimat aufzugeben und sich in alle Welt zu zerstreuen, weil die Nationalsozialisten ganz eigene Vorstellungen davon hatten, wer Deutschland als seine Heimat bezeichnen durfte, wem in Deutschland erlaubt war, zu schreiben und zu veröffentlichen, wer sich überhaupt als "deutsch" bezeichnen durfte und was so ein "Deutscher" im übrigen zu denken hatte. Wer nicht so "deutsch" war, dachte, schrieb, wie die Nationalsozialisten gerne gehabt hätten, der wurde mit Schreibverbot belegt, seine Bücher konfisziert, verbrannt - viele Schriftsteller, die sich nicht rechtzeitig in Sicherheit brachten, landeten im Gefängnis und nicht viel später in den Konzentrationslagern.

Als sich die Nationalsozialisten des deutschen P.E.N. bemächtigten, alle "undeutschen" Schriftsteller hinauswarfen, ihre Bücher verbrannten, die Emigrierten auf internationalen Kongressen ächteten, beschlossen die Hinausgeworfenen, ein eigenes P.E.N. Zentrum zu gründen. Unter den Gründern dieses Zentrums, das damals "P.E.N. Zentrum deutscher Autoren im Exil" genannt wurde, befanden sich so bekannte Namen wie Alfred Kerr, Heinrich Mann, Thomas Mann, Klaus Mann, Lion Feuchtwanger, Anna Seghers, Ernst Toller, Arnold Zweig, Stefan Zweig, Alfred Döblin und viele andere.

Heute, mehr als 70 Jahre nach unserer Gründung, gibt es immer noch Autoren, die nicht in Deutschland leben, vielleicht nicht einmal mehr in Deutschland leben wollen, aber weiterhin die deutsche Literatur mit ihren Werken bereichern und sich im Sinne der P.E.N. Charta engagieren. Viele von ihnen haben in unserem P.E.N. Zentrum gewissermaßen eine zweite, geistige Heimat gefunden. Auf dieser Website haben Sie die Möglichkeit, uns ein wenig kennenzulernen, wer wir sind, was wir schreiben und wofür wir uns einsetzen. Falls Sie unsere bisherige Website kennen und sich nach ihrem Verbleib fragen sollten: Sie ist weiterhin auf www.exilpen.de zu erreichen.

Neuigkeiten im Zentrum:

    — Donnerstag, 16. Februar 2012: Von Fürth nach Lüdinghausen

    — 2. Februar 2012: Drei echte Neunziger

    — Paul Auster und Murathan Mungan zu den politischen Mißständen in der Türkei

    — 18. Januar 2011: Wir nehmen Abschied

    — 14. Januar 2011: Happy Birthday, Guy Stern

    — 15. Dezember 2011: Mein politisches Testament

    — 21. Dezember 2011: Happy Weihnukka!

    — 10. Dezember 2011: Joyeux Anniversaire, Monsieur Troller!

    — 8. Dezember 2011: Herzlichen Glückwunsch, Veit Heinichen!

    — 5. Dezember 2011: Neuer Text - Vampire Camps of the Wehrmacht

    — 1. Dezember 2011: "The Girl that could not be named Esther" ...

    — 28. November 2011: Die Gedaaaanken sind frei!

    — 28. November 2011: Bericht zum Tag des inhaftierten Schriftstellers 2011

    — 15. November 2011: Freiheit für Zarakolu!

    — 7. November 2011: Offener Brief von Ragip Zarakolu (Englisch)

    — 31. Oktober 2011: Ragip Zarakolu verhaftet

    — 14. Oktober 2011: Doğan Akhanlı freigesprochen

    — 28. September 2011 / 29. Elul 5771: Shana Tova!

    — 15. September 2011: Neue Texte von Heinrich G. F. Schneeweiss

    — 13. September 2011: Tag des inhaftierten Schriftstellers in Köln

    — 6. September 2011: Stellungnahme von Herbert Wiesner

    — 5. September 2011: Was soll diese Ausstellung?

    — 30. August 2011: Antwort Peter Finkelgruens auf Herbert Wiesner

    — 29. August 2011: Antwort auf Peter Finkelgruens offenen Brief

    — 27. August 2011: Offener Brief an den Generalsekretär des Deutschen PEN

    — 26. August 2011: Neues aus den USA + Reaktion des Dt. PEN

    — 22. August 2011: Pain Club

    — 22. August 2011: Usurpatoren

    — 25. August 2011: Stellungnahme zum Deutschen PEN

    — 24. Juni 2011: Staatsanwaltschaft fordert lebenslange Haftstrafe für Dogan Akhanli

    — 23. Juni 2011: Herta Müller fordert Zentrum der verfolgten Künste

    — "Komödie in Moll" - ein Nachruf

    — Keine Spuren mehr im Rauchfang der Lüfte – sprachloser Himmel

    — Der Mai ist fast vorbei...

    — 26. Juli 2011: Zur Ermordung von Ibrahim Qashoush

    — Neues im März

    — 1. Juni 2011: Hans Keilson ist gestorben