Aktuelle Fallbeschreibungen
Liu Xiaobo
Liu Xiaobo, der diesjährige Friedensnobelpreisträger, dem kurz zuvor auch der Hermann-Kersten-Preis 2010 des P.E.N.-Zentrums Deutschland zugesprochen wurde, wird zu Unrecht und gegen alle politische Vernunft, auch gegen den Willen der ganzen Welt im Gefängnis ausharren müssen und seine Preise nicht entgegennehmen können. China verhält sich, wie es die Sowjetunion gegenüber Boris Pasternak getan hat, der 1958 den Literaturnobelpreis nicht annehmen durfte. Die Volksrepublik, die mit Recht so stolz auf ihre wirtschaftliche und technologische Entwicklung ist, steckt selbst nach den Olympischen Spielen und der Expo in Shanghai auf dem Gebiet der Menschenrechte und der bürgerlichen Freiheit noch in tiefster Zwanghaftigkeit wie Europa und die Welt sie zur Zeit des Stalinismus erlebt haben.
Doğan Akhanlı
Doğan Akhanlı, geboren 1957 in Şavşat, setzte sich in der Türkei vor allem für die allgemeine Einhaltung demokratischer Regeln und der Menschenrechte ein, insbesondere für die Anerkennung der Rechte von Minderheiten, etwa Kurden und Armenier, und gegen die staatliche Leugnung des Genozids an den Armeniern durch die türkische Armee.
Artikel 1 - 2 von insgesamt 2 | Seite 1 von insgesamt 1
< Vorherige 1 Nächste >